30 Baht Dialyse in Thailand

Das thailändische Kabinett beschloss am 30. November 2007 eine umfangreiche Unterstützung für Patienten mit Nierenversagen und setzt damit einen Vorschlag des National Health Security Office (NHSO) um. Ab 1. Januar 2008 gilt die neue Regelung für alle Inhaber der 30-Baht-Gold-Card (1).



Die neue Regelung deckt damit nicht nur die Kosten von Nierentransplantationen, sondern auch die einer kontinuierliche ambulante Peritonealdialyse (Continuous Ambulatory Peritoneal Dialysis – CAPD) ab. Das Programm ist anfangs auf 20 Provinzen begrenzt und soll innerhalb eines Jahres für Nieren- bzw. Dialysepatienten in allen Provinzen gelten. Patienten, die bisher Hämodialyse in Anspruch nahmen und nicht auf die kontinuierliche abulante Peritonealdialyse wechseln wollen oder können, bezahlen ab 2009 nur ein Drittel der Hämodialysekosten selbst. Allerdings müssen alle neuen Hämodialysepatienten auch künftig selbst für die Behandlungskosten, die in etwa ฿1.000 bis ฿3.000 pro Dialyse betragen, aufkommen.

Die NHSO schätzt die Kosten des Projekts für das erste Jahr auf ฿500 Mil. bis ฿1 Mrd.

Derzeit warten etwa 16.000 Patienten mit Nierenversagen auf eine Transplantation, die in staatlichen Krankenhäusern zwischen etwa ฿150.000 und ฿200.000 kostet.

Quellen:
Printausgabe The Nation, 31. November 2007
Printausgabe der Bangkok Post, 31. November 2007

(1) Thailand ist eines der ersten ehem. Entwicklungsländer, das im April 2001 mit dem von der WHO gelobten 30-Baht-Health-Plan eine flächendeckende Gesundheitsversorgung für die mittleren und unteren Gesellschaftsschichten einführte. Mit dem Erwerb der Gold Card hat der Inhaber Anspruch auf medizinische Behandlung zu einem Preis von ฿30. Die Gold Card schloss bislang allerdings kostenintensive Behandlungen wie Dialyse oder die Verabreichung von antiretroviralen Medikamenten aus.
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