Magenband – Swedish adjustable gastric band (SAGB) - Laparoscopic
Welche Gründe sprechen für ein Magenband?
Vor allem Patienten mit den folgenden Symptomen und Eigenschaften qualifizieren sich für das Einsetzen eines Magenbandes: unter 60 Jahre alt, starkes Übergewicht über lange Zeit (5+ Jahre), BMI über 40kg/m², bereits eingetretene Grund- bzw. Folgekrankheiten (Diabetes, Bluthochdruck, Herzleiden, Gelenksprobleme etc.), Schilddrüsen-Unterfunktion oder Nebennieren-Überfunktion etc und die Bereitschaft zur Änderung des Lebens- und Ernährungsstils. 
Risiken
Neben Infektionen oder der Schädigung innerer Organe, die generell bei Operationen auftreten können, ist das Einsetzen eines justierbaren Magenbandes mit folgenden Risiken verbunden: Durchgleiten des Magens durch das Band, Überdehnung des Magens durch übermäßiges Essen, Einwanderung des Bandes in den Magen und Perforation des Magens während der OP. Tritt eine dieser Komplikationen auf, so muss der Spitalsaufenthalt verlängert werden. Möglicherweise wird auch ein weiterer Eingriff nötig werden.
Vorbereitung
Vor der OP sollten ausführliche Gespräche mit dem Chirurgen und einer Diätspezialistin stattfinden. Sie können natürlich auch mit einer Diätspezialistin aus Ihrer Heimatregion beraten. Für den langfristigen Erfolg der Prozedur ist es unerlässlich, dass Sie einen neuen Lebensstil und neues Essverhalten erlernen und beibehalten.
Die Operation
Während der OP führt der Chirurg durch mehrere kleine Schlüssellocheinschnitte (laparoskopisch) die Instrumente in die Bauchhöhle ein. Ein Band aus Silikon mit einem Ballon wird um den oberen Teil des Magens gelegt. Der Ballon kann durch Injektion aufgefüllt und somit die Größe der unterteilten Magentaschen genau adjustiert werden. Sollten Gewebeverwachsungen durch frühere Operationen oder Komplikationen keinen laparoskopischen Eingriff erlauben, so kann sich der Chirurg während der OP zu einem klassischen Eingriff durch die Bauchdecke entschließen. Dies kann mit einem längeren Spitalsaufenthalt und einem längeren Genesungsprozess verbunden sein.
Narkose
Ein Magenband wird unter Vollnarkose eingesetzt.
Dauer des Eingriffs
Die Operation dauert etwa ein bis zwei Stunden.
Spitalsaufenthalt
Patienten, denen ein Magenband laparoskopisch eingesetzt wird, können das Krankenhaus üblicherweise nach zwei Nächten verlassen.
Post-operative Pflege
Nach der Operation treten Schmerzen im Bauchbereich auf, die jedoch mit Schmerzstillern gut kontrolliert werden können. Sie sollten so bald wie möglich mit etwas Bewegung beginnen, um eine Thrombose zu vermeiden und den Genesungsprozess zu beschleunigen.
Heilungsprozess
Die meisten Patienten können nach bereits etwa zwei Wochen wieder ihre Arbeit aufnehmen. Sie werden allerdings bemerken, dass ihr Magen weniger Nahrung aufnehmen kann, was besonders im ersten Monat nach der OP zu Erbrechen führen kann. Dieser Anpassungsprozess ist normal und sollte nicht länger als zwei bis drei Monate dauern. Magenbandpatienten sollten regelmäßig eine Kontrolle durch einen Mediziner durchführen lassen!
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