Nasenkorrektur – Rhinoplastik – Rhinoplasty
Rhinoplastik bezeichnet eine chirurgische Prozedur, bei der die Nase vergrößert, die Form der Nasenspitze verändert, die Spanne der Nasenlöcher verkleinert oder der Winkel zwischen Nase und Oberlippe verändert werden kann.
Welche Gründe sprechen für ein Rhinoplastik?
Eine Rhinoplastik dient nicht nur ästhetischen Zwecken, sondern wird auch im Rahmen der rekonstruktiven Chirurgie eingesetzt, kann angeborene Defizite korrigieren oder Atemprobleme beheben.
Risiken
Eine Rhinoplastik kann ua. zu Infektionen, Blutungen oder unerwünschter Reaktion auf die Narkose führen.
Vorbereitung
Der Chirurg untersucht zu Beginn die Struktur der Nasenknochen und –knorpel, die Gesichtsform und die Beschaffenheit der Haut in Relation zum Alter. Sie müssen den Arzt über bereits erfolgte Nasenoperationen, -brüche oder Atemschwierigkeiten unterrichten. Während der Untersuchung müssen Sie dem Arzt außerdem über Allergien, Medikamenten- oder Vitamineinahme Bescheid geben und ob Sie Raucherin sind.
Die Operation
Durch Einschnitte innerhalb der Nasenlöcher oder am unteren Ansatz der Nase verschafft sich der Chirurg Zugriff auf Knochen und Knorpel der Nase, um diese in die neue Form zu bringen. Nach einer Reduktion des Nasenhöckers, werden die Nasenknochen näher aneinander gelegt, um eine schmale Brücke zu bilden. Eine Umbildung oder Beschneidung des Knorpels formt die neue Nasenspitze. Nach der Operation bringt der Chirurg oft eine Schiene an der Nase an, damit Knochen und Knorpel in ihrer neuen Form anfangs gestützt und geschützt sind. Da die Anforderungen des Patienten von einer einfachen Vergrößerung bis hin zu einer kompletten Umbildung der Nase reichen können, kann auch ein anderer chirurgischer Zugang als beschrieben zum gewünschten Ergebnis führen. Beachten Sie auch, dass zwischen einer einfachen Vergrößerung und einer komplexen Umgestaltung auch ein erheblicher Preisunterschied besteht.
Narkose
Je nach Umfang der Operation kann der Eingriff unter lokaler Betäubung oder Vollnarkose erfolgen.
Dauer des Eingriffs
Der Eingriff ist üblicherweise in ein bis zwei Stunden abgeschlossen.
Spitalsaufenthalt
Nur bei umfangreichen Operationen bedarf es eines Spitalsaufenthaltes von einer Nacht. Eine regluläre Rhinoplastik wird ambulant durchgeführt.
Post-operative Pflege
In den ersten 24 Stunden nach der Op kann Ihr Gesicht verschwollen sein, die Nase kann schmerzen und dumpfes Kopfweh kann auftreten. Sie sollten daher den ersten Tag im Bett verbringen und den Kopf hoch lagern. Die Schwellungen um die Augen werden zuerst stärker und beginnen nach etwa drei Tagen abzuheilen. Kalte Kompressen können diesen Prozess unterstützen und lindern mögliche Schmerzen bzw. Unbehagen. Das Auftreten kleinerer Blutungen ist in den ersten Tagen nicht ungewöhnlich. Wurde bei der OP eine Schiene angebracht, so wird diese nach ein paar Tagen entfernt. Innerhalb von ein bis zwei Wochen werden auch allfällige Verbände und Nähte entfernt.
Heilungsprozess
Die meisten Patienten können ihre Arbeit nach bereits etwa einer Woche wieder aufnehmen. Körperliche Aktivitäten, die den Blutdruck erhöhen sollten für mehrere Wochen unterlassen werden. Vermeiden Sie, Ihre Nase zu reiben, Stöße gegen die Nase und Sonnenbrand für etwa acht Wochen. Waschen Sie Ihr Haar und Gesicht sanft und gehen Sie bedacht mit dem Gebrauch kosmetischer Artikeln um.
Anmerkung!
Eine Rhinoplastik zählt zu den komplizierteren Eingriffen in der plastischen Chirurgie. Es gibt eine Reihe unterschiedlicher Einsatzmöglichkeiten, wie etwa für eine Vergrößerung, Verlängerung, Höckerkorrektur oder vollständiger Umbildung. Für die einzelnen Methoden gibt es wiederum unterschiedliche Operationstechniken. Komplizierte Nasenkorrekturen bzw -umbildungen erfordern, dass Sie dem Ergebnis mit einer realistischen Erwartungshaltung begegnen. In etwa 10 bis 15% der komplizierteren Fälle ist das Resultat für den Patienten nicht befriedigend und eine neue Operation erforderlich.
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